Um den Schaden zu sehen musst du dich erheben. Als du dies tatest, füllten sich deine Augen mit Tränen und du fällst überwältigt zu Boden, wissend was passiert ist und wie viele Tränen sich noch am Horizont befinden.
Dann bemerkst du diesen Boden unter dir und deine Hoffnung keimt auf, denn du bist nicht unendlich gefallen. In diesem Moment bist du gelandet.
Aus deinen Wunden tropft altes Blut und mischt sich mit deinen Tränen. Hier triffst du die Gegenwart und sie hält dich fest. Du flüsterst „Es ist meine Geschichte“ und wehrst dich nicht mehr. Doch der Griff wird dennoch immer fester und bedeckt deinen Körper mit Schlieren. Du beginnst diese zu zählen, bis du erschöpft einschläfst. Du träumst von den Menschen die du kennst. So viele es auch sind, du bist alleine. Die die dir zu nahe kommen stößt du weg, weil du deine Geschichte bereits geschrieben hast. Du hörst jemanden flüstern „ich bin gerade sehr glücklich, also bitte tu mir weh“. Verdutzt blickst du in die Ferne und siehst du jemanden auf dich zukommen. Du versuchst zu erkennen, wer es ist. Jetzt bist du nah genug und wartest bis sich deine verschwommene Sicht klärt. Du schaust in einen Spiegel und erstarrst. Nach einer Weile fragst du dein Spiegelbild mit gebrochener Stimme „Wieso liebst du mich nicht?“. Die Antwort lautete „Ich liebe dich. Warum verstehst du das nicht?“.
Erschrocken trittst du zurück und beginnst zu rennen. Verzweifelt läufst du immer weiter und weiter. Dein einziges Ziel ist es zu fliehen.